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MEIN TRAUM GING IN ERFÜLLUNG

Ein Bericht von Sophia S.

Kanada ist ein Land mit beeindruckender Landschaft und vielen sehr hilfsbereiten Menschen. Es war schon immer mein Traum, einmal nach Kanada zu reisen, da ich einfach beeindruckt von dem Land bin. Und so ging der Traum am 31. August 2018 in Erfüllung.

Bei den Vorbereitungen wurde bereits darauf geachtet, dass ich meinen Hobbys nachgehen kann, die ich seit Jahren betreibe. Als erstes wäre da mein Sport: Leistungsschwimmen. Ich hatte mir Penticton, einen wunderschönen Ort in British Columbia mit zwei Seen und Berglandschaft, wegen der Schwimmakademie ausgesucht. Es klang vielversprechend und das war es definitiv auch. Noch bevor die Schule begann, hatten wir das erste Treffen mit den Schwimmern. Wir waren am Okanagan Lake in vier unterschiedlichen Teams joggen, sodass man direkt in Kontakt getreten ist. Natürlich verfolgte mich die Angst, dass ich nicht gut genug war. Aber die war nach dem ersten Training wie verflogen. Eine Bandbreite an Schwimmern hat mich in Empfang genommen, unter anderem auch zwei „Stars“, die erst vor kurzem bei den Weltmeisterschaften U18 teilgenommen haben.

Nicht so wie in Deutschland muss man seine Hobbys nach der Schule ausüben, sondern diese sind mit der Schule kombiniert. Während alle anderen Schüler bis 15 Uhr in der Schule saßen, haben wir trainiert und das tagtäglich. Es gab sogar einmal die Woche ein mentales Training, welches ich echt genossen habe und von dem ich heute noch profitiere. Natürlich habe ich auch an Wettkämpfen teilgenommen. Was mir aufgefallen ist, ist, dass man in Kanada deutlich mehr auf Teamgeist achtet, indem jeden Wettkampfmorgen der „team cheer“ von den „team captains“ ertönte und uns Energie für den Tag brachte. Mein größter Erfolg war, dass wir als Pen-Hig-Schwimmteam erster in komplett British Columbia wurden.

Ich kann nur noch einmal ausdrücklich bestätigen, dass Sport die einfachste Art ist, Freunde zu finden. Man tritt mit anderen in Kontakt und daraus entwickelt sich Freundschaft. Meine Gastschwester (auch Schwimmerin) und ich hatten ein echtes Geschwisterverhältnis und selbst mit vielen anderen habe ich jetzt noch Kontakt.

Und wie das so ist, hält man seine Versprechen nicht immer ein. Vor meinem Auslandsaufenthalt hatte ich mir selbst geschworen, mich nicht zu verlieben. Naja, das ging schief, weil ich dort tatsächlich meine erste große Liebe gefunden habe. Wir haben uns aufgrund des Schwimmens jeden Tag gesehen und viel zusammen erlebt.

Auch meine musikalische Leidenschaft wurde nicht vernachlässigt. Schon im Vorfeld hatte ich mich bereits über ein sinfonisches Blasorchester in Penticton informiert. Der Dirigent stellte mich der Band als neue deutsche Klarinette vor, was ich ja auch war. Wie jeder Musiker musste ich üben und in Form bleiben, damit meine sieben Jahre Unterricht nicht umsonst waren. So manche Stücke hatten es in sich, die wir beim anschließenden Weihnachtskonzert aufführten, welches sich auf dem Youtube-Kanal von der Penticton Concert Band befindet. Noch heute habe ich Kontakt mit dem Chef und wir tauschen uns über die Stücke aus. Letztens wollte er sogar die Namen der Stücke haben, sodass seine Band sie jetzt einmal ausprobieren kann.

Die Band bestand größtenteils aus Erwachsenen 55+ und sogar ein paar über 80-Jährigen, die aber immer noch gerne musizierten. Einen Moment werde ich nie vergessen: Der Dirigent legte ein deutsches Stück auf und fragte mich, wie der Titel ausgesprochen wird. Ich erwiderte „Der Lehrmeister“ und er versuchte, es nachzusprechen. Ich hörte nur „De Leimeistar“ und die ganze Band lachte.

Und so verbrachte ich die wahrscheinlich besten fünf Monate meines Lebens. Mehr als ein Jahr ist es nun her, dass ich nach Vancouver geflogen bin. Viele sind mir ans Herz gewachsen und meine Sehnsucht ist so stark, dass ich nächstes Jahr in den Sommerferien schon einen Besuch in Kanada geplant habe. I miss Canada!

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