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Janek Scholl

Hey! Ich bin Janek, 15 Jahre alt und war für ein halbes Jahr in Kanada, genauer gesagt in Nelson, BC. Dort habe ich bei einer Gastfamilie gewohnt und eine High School besucht. In diesem Bericht möchte ich von meinen Erfahrungen und Erlebnissen dort erzählen.
Doch fangen wir am Anfang an. Ich bin Ende Januar geflogen. Nach all der Vorbereitung und Spannung war ich natürlich sehr aufgeregt. Die Reise verlief glücklicherweise ganz gut, wenn sie auch sehr lang war. Ich bin zuerst zehn Stunden von Frankfurt nach Vancouver geflogen, hatte dort dann ein paar Stunden Aufenthalt und bin dann weiter nach Cranbrook geflogen. Die Einreise war unkomplizierter als gedacht und es war schön, dass an dem Tag noch viele andere Austauschschüler unterwegs waren.
Spät am Abend habe ich dann endlich meine Gastfamilie kennengelernt. Meine Gasteltern waren sehr nett und sie haben zwei Söhne. Wir haben uns sofort gut verstanden. Meine Gastfamilie wohnt in einem sehr nett eingerichteten Haus an einem Berg über dem Kootenay Lake. Der Blick auf den See aus meinem Zimmer war einfach unglaublich. Es lag sehr viel Schnee und den nächsten Tag haben wir Jungs fast nur draußen verbracht. Meine Gastmutter hat mir noch das Haus gezeigt, wo ich Wäsche machen kann und wie ich mir einen Snack für die Schule zubereiten kann.
Ich war schon sehr gespannt auf die Schule. Am Montag war dann der erste Schultag. Da es über Nacht so viel geschneit hatte, dass der Strom ausgefallen ist, mussten wir im Taschenlampenlicht frühstücken. Das war sehr lustig und kam danach noch öfters vor. Ich bin dann mit dem Schulbus zur Schule gefahren und habe auf dem Weg schon ein paar Schüler kennengelernt. Alle waren sehr nett und hilfsbereit. Der Schulbus, welcher übrigens genauso cool ist wie man ihn sich vorstellt, fuhr direkt am Ufer des Sees entlang und das war wirklich sehr schön.
In der Schule angekommen, gab es eine kurze Einweisung und dann haben uns Schüler die Schule gezeigt. Ich habe die LVR Secondary School besucht. Die Schule war sehr gut ausgestattet, besonders die Kunst- und Computerräume. Um 8:40 begann dann der Unterricht. Jeder Schüler hat innerhalb eines Halbjahres nur vier Fächer und die dann jeden Tag. Ein Unterrichtsblock dauert 90 Minuten und nach dem zweiten Block gibt es eine einstündige Mittagspause. Die Fächerauswahl ist sehr groß und es gibt sehr viele Kurse im kreativen Bereich.
Ich hatte beispielsweise Englisch, Holzwerken, Keramik und Drafting (Architekturpläne am Computer zeichnen). Es gibt aber noch sehr viel mehr kreative Kurse wie Fotografie, Media Arts, Tanzen, Kochen, etc.
In Englisch haben wir uns im Semester mit Grammatik und Kurzgeschichten beschäftigt.
In Holzwerken war unser Klassenzimmer eine sehr große und gut ausgestattete Werkstatt. Im Laufe des Semesters durften wir verschiedene Projekte bauen und unser Lehrer hat uns nur unterstützt wenn wir Hilfe brauchten. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht und ich habe sehr viel gelernt.
Der Keramikunterricht war sehr entspannt und wir sollten vor allem kreativ sein. Wir sollten verschiedene Projekte mit unterschiedlichen Techniken töpfern.
Drafting fand im Computerraum statt und wir haben gelernt, mit dem Computer Pläne für Architekten zu zeichnen. Manche Projekte konnten wir mit dem 3D-Drucker ausdrucken.
Mir hat es gefallen, dass die Beziehung zwischen den Lehrern und Schülern sehr entspannt ist und sehr viel Wert auf Kreativität gelegt wird.
In den nächsten Wochen habe ich viele Leute kennengelernt und sehr gute Freunde gefunden. Nach der Schule habe ich mich oft in der Stadt mit Freunden getroffen und sie haben mir den Ort gezeigt. Nelson ist ein kleiner Ort mit etwa 10 000 Einwohnern und liegt in Kootenays, im Süden von British Columbia. Es gibt viele nette Cafés und Künstler-Galerien. Die Leute waren sehr nett und haben mich oft angesprochen. Mir gefällt es, dass die Kanadier sich sehr gerne und viel unterhalten, selbst wenn sie sich gar nicht kennen.
Am Nachmittag und an den Wochenenden habe ich viel mit meiner Gastfamilie unternommen. Ich habe einfach alles mitgemacht und meine Gastfamilie war wirklich super aktiv. Es war immer was los und oft haben mich meine Gastbrüder nach der Schule schon erwartet, weil sie mit mir spielen wollten. Gleich am ersten Wochenende waren wir zusammen im Whitewater Ski Resort Skifahren. Meine Gastmutter hatte netterweise Skier für mich bei Freunden ausgeliehen. Das kleine Skigebiet war sehr schön und auf den Gipfeln lagen unglaubliche 10,5 Meter Schnee!!! Wir hatten sehr viel Spaß und am Mittag haben wir in der Hütte Poutine, eine kanadische Spezialität, gegessen. Ich war in den darauffolgenden Wochen noch oft mit meiner Gastfamilie und mit Freunden Skifahren. Es gab einen Shuttle-Bus ins Skigebiet, mit dem ich auch unabhängig von meiner Gastfamilie mit Freunden ins Skigebiet kam.
Ende April ist der Schnee dann schließlich geschmolzen. Das frische Grün an den Bäumen und Sträuchern sorgte bei allen für gute Laune. Im Sommer habe ich mich beim Ruderverein angemeldet und hatte dann zweimal die Woche vor der Schule Training, was mir sehr viel Spaß gemacht hat.
An fast jedem Samstag habe ich mich mit Freunden im Park verabredet und wir haben Fußball und Frisbee gespielt oder einfach nur am Strand oder in einem Café gequatscht.
Meine Gastfamilie hatte ein Boot und im Sommer haben wir damit viel Zeit auf dem See verbracht, waren Angeln und hatten sehr viel Spaß!
Ende Juli kam dann meine Familie und wir haben noch Urlaub in Kanada gemacht. Der Abschied von meiner Gastfamilie und von meinen neuen Freunden fiel mir sehr schwer und wir haben ausgemacht, viel zu telefonieren. Dennoch habe ich mich sehr auf meine Familie und meine Freunde zu Hause gefreut!
Ich hatte in Kanada eine unglaublich tolle Zeit und kann euch einen Auslandsaufenthalt nur empfehlen! Ich habe viele tolle Erfahrungen gemacht und viele nette Menschen kennengelernt. Die Kanadier sind wirklich sehr nett, aufgeschlossen und sehr hilfsbereit. Besonders gut gefallen hat mir auch die Schule, welche einfach sehr unterschiedlich zum deutschen Schulsystem ist.
Weltgewandt hat mich während dieser Zeit sehr gut unterstützt und ich habe bei Fragen immer schnell eine Antwort erhalten:)
Have an awesome time in Canada!!!
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